Pensionslücke berechnen — was bleibt, was fehlt

Mit dem Antritt der staatlichen Pension fällt das Einkommen oft auf 50 bis 60 Prozent des letzten Aktivgehalts. Diese Differenz heißt Pensionslücke. Berechnen Sie in unter zwei Minuten, wie groß Ihre persönliche Lücke ist — und mit welchem monatlichen Vorsorgebetrag Sie sie schließen können. Kostenfrei, ohne Anmeldung, alle Eingaben bleiben lokal im Browser.

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Aktuelle Faustformel-Schätzung (1,78 % je Versicherungsjahr) — passt sich automatisch an Brutto + Antritt an. Wert kennen? Einfach selbst eintragen. Genauer Wert via PV.at-Pensionskonto oder AK-Rechner.
Üblich: 70–80 % reichen, weil Pendelfahrten, Kosten für Berufskleidung und Sparrate wegfallen.
Erziehungspausen + reduzierte Stunden senken die Bemessungsgrundlage. Faustregel: ein Karenz-/Teilzeit-Jahr zählt als ein halbes Versicherungsjahr für die Pensionshöhe.

Wunsch-Pension brutto/Monat
Voraussichtliche staatliche Pension
Monatliche Lücke
Über 20 Pensionsjahre kumuliert
2. Vorsorge-Simulation
Realistisch: 1–3 % p.a. — passt den Sparbeitrag an Lohn-/Inflations-Entwicklung an. 0 % = konstante Rate.
Slider auf 0 % = aus. Sonst werden Endwerte zusätzlich in heutiger Kaufkraft angezeigt.
Wunsch-Pension brutto/Monat
Voraussichtliche staatliche Pension
Zusatz-Pension brutto/Monat
Verbleibende Lücke/Monat
Pensionseinkommen gesamt/Monat staatlich + Zusatz
Anteil der Lücke geschlossen
Kapital bei Pensionsantritt
davon eigene Einzahlungen

Diese Lücke lässt sich schließen — mit dem richtigen Plan für Ihre Situation.

Karenzzeiten, betriebliche Vorsorge, Sonderverträge, Pensionskontonachkauf — der Rechner kann das nicht. Im kostenfreien Erstgespräch rechnen wir's individuell durch.

Hinweis: Die Berechnungen auf dieser Seite sind unverbindliche Schätzungen auf Basis vereinfachter Formeln (APG-Faustformel mit Höchstbeitragsgrundlage 2026). Für rechtsverbindliche Auskünfte über Ihre voraussichtliche staatliche Pension nutzen Sie das Pensionskonto der Pensionsversicherungsanstalt oder den AK-Pensionsrechner. Vorsorge-Simulationen unterstellen konstante Renditen und Steuerannahmen — tatsächliche Werte können abweichen. Diese Seite ist keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Versicherungsberatung. Stand: April 2026.

Was ist die Pensionslücke?

Die Pensionslücke ist die Differenz zwischen dem letzten aktiven Einkommen und der staatlichen Pension. In Österreich liegt die staatliche Pension je nach Versicherungsverlauf bei rund 50 bis 70 Prozent des letzten Brutto-Gehalts. Wer im Ruhestand seinen Lebensstandard halten will, braucht typischerweise 70 bis 80 Prozent des aktiven Einkommens.

Die Differenz ist die Pensionslücke — sie wird in der Regel durch private Vorsorge geschlossen: Lebensversicherung mit Pensionsbaustein, fondsgebundene Vorsorge, betriebliche Pensionszusage oder Eigenheim als mietfreies Wohnen.

Warum entsteht die Pensionslücke überhaupt?

Die staatliche Pension in Österreich wird nach dem Allgemeinen Pensionsgesetz (APG) berechnet — jedes Versicherungsjahr trägt 1,78 Prozent des durchschnittlichen Lebenseinkommens zur Pension bei. Das klingt zunächst plausibel, hat aber drei Effekte, die im Aktivleben oft unterschätzt werden:

  1. Lebensdurchschnitt statt Letztgehalt

    Die Pension orientiert sich am durchschnittlichen Verdienst aller Versicherungsjahre — nicht am höchsten Gehalt am Karriereende. Wer am Ende mehr verdient hat, sieht eine größere Lücke.

  2. Höchstbeitragsgrundlage als Deckel

    Einkommensanteile über der Höchstbeitragsgrundlage (2026 rund 6.930 € brutto/Monat) werden für die Pension nicht berücksichtigt. Höhere Einkommen erzeugen darum überproportional große Lücken.

  3. Erwerbsunterbrechungen schmälern den Topf

    Kindererziehungszeiten, längere Arbeitslosigkeit, Auslandsaufenthalte oder Selbstständigkeit ohne SVS-Vorsorge mindern die durchschnittliche Bemessungsgrundlage spürbar.

Wen die Pensionslücke besonders trifft

Frauen mit Kindern

Teilzeit nach Karenz und längere Erziehungspausen drücken die Bemessungsgrundlage. Studien zur Gender-Pension-Gap in Österreich zeigen Differenzen von bis zu 40 Prozent zur Pension männlicher Vergleichsgruppen.

Selbstständige und Unternehmer

SVS-Beiträge orientieren sich am steuerlichen Gewinn — wer aus betrieblichen Gründen geringere Gewinne ausweist, baut weniger Pension auf. Hier kommt zusätzlich die Frage der betrieblichen Pensionszusage ins Spiel.

Frühpensionisten

Wer vor dem Regelpensionsalter in Pension geht, verliert pro Jahr 5,1 Prozent als Abschlag — kumulativ und lebenslang. Auch die fehlenden Beitragsjahre wirken doppelt.

Hochverdiener

Ab der Höchstbeitragsgrundlage zählt jeder weitere Euro nicht mehr für die Pension, fließt aber weiter ins Lebensstandard-Niveau ein. Die Lücke skaliert mit dem Einkommen.

Drei Wege, die Pensionslücke zu schließen

Ob private Vorsorge, betriebliche Lösung oder Eigenheim — keine Variante ist für sich allein perfekt. Die richtige Mischung hängt von Einkommen, Familiensituation und Risikoneigung ab. Hier die drei wichtigsten Bausteine im Überblick:

  1. Private Pensionsvorsorge

    Klassische oder fondsgebundene Lebensversicherung mit Pensionsbaustein. Auszahlung wahlweise als Einmalbetrag oder lebenslange Rente. Steuerlich begünstigt nach mindestens 10 Jahren Laufzeit. Renditeerwartung je nach Veranlagungsmix zwischen 2 und 6 Prozent netto.

  2. Betriebliche Pensionszusage / Pensionskasse

    Für Unternehmer und leitende Angestellte besonders attraktiv: Beiträge sind Betriebsausgabe, Kapital ist insolvenzgeschützt, Auszahlung als Rente begünstigt. Detail-Beratung sinnvoll — Konstruktion erfordert sorgfältige Abstimmung mit Steuerberatung.

  3. Eigenheim als mietfreie Phase

    Wer mit Pensionsantritt schuldenfrei wohnt, spart sich monatlich 800 bis 1.500 € Miete. Das wirkt wie eine private Pension ohne Veranlagungs-Risiko — bindet aber Liquidität in einer Immobilie.

Genauer rechnen — die offiziellen Tools für Österreich

Der Rechner auf dieser Seite ist eine Schätzung. Für die rechtsverbindliche Auskunft über Ihre voraussichtliche staatliche Pension nutzen Sie die offiziellen Plattformen der österreichischen Sozialversicherung und Arbeiterkammer — beide kostenfrei und mit Login-Anbindung an Ihr persönliches Pensionskonto.

Häufige Fragen

Wie berechne ich meine Pensionslücke?
Vereinfacht: Letzten Bruttoverdienst × gewünschter Lebensstandard-Anteil minus voraussichtliche staatliche Pension. Genauer: über den Pensionskontoauszug bei der Pensionsversicherungsanstalt und einen individuellen Vorsorgeplan. Der Rechner oben gibt eine erste Orientierung in unter zwei Minuten.
Wie viel Pension bekomme ich in Österreich?
Die Faustformel lautet 80/65/45: Wer mit 65 in Pension geht und 45 Versicherungsjahre vorweisen kann, bekommt rund 80 % seines durchschnittlichen Lebenseinkommens (gedeckelt mit der Höchstbeitragsgrundlage) als Brutto-Pension. Realistisch erreichen viele Erwerbstätige diesen Wert nicht — typisch sind 50 bis 65 %.
Was ändert sich 2026 für Pensionisten in Österreich?
Anpassung der Höchstbeitragsgrundlage auf 6.930 € pro Monat, Pensionsanpassung nach Pensionsanpassungsfaktor, weitere schrittweise Anhebung des Antrittsalters für Frauen (bis 2033 auf 65 Jahre). Detail-Werte ändern sich jährlich — aktuelle Zahlen direkt beim PV.at-Pensionskonto.
Was kostet es, Pensionsjahre nachzukaufen?
Schul- und Studienzeiten lassen sich gegen Beitrag nachkaufen. Die Höhe richtet sich nach Beitragsgrundlage und Anzahl der Monate; pro Jahr meist mehrere tausend Euro. Wirtschaftlich sinnvoll vor allem dann, wenn dadurch der Pensionsstichtag früher erreicht oder ein Abschlag vermieden wird.
Kann man mit 62 abschlagsfrei in Pension gehen?
Ja, über die Langzeitversicherten-Regelung bei mindestens 45 Beitragsjahren. Für Frauen gilt das schrittweise angehobene Antrittsalter. Eine individuelle Prüfung beim PV.at-Antrittsrechner ist empfehlenswert, weil Schul-, Bundesheer- und Karenzzeiten unterschiedlich angerechnet werden.
Wie viel Pension bei 2.500 € netto Aktivgehalt?
Sehr grobe Schätzung: rund 1.500 bis 1.800 € netto Pension monatlich, abhängig von Versicherungsverlauf und Pensionsantrittsalter. Die Lücke zum aktiven Einkommen liegt damit bei 700 bis 1.000 € — typisch für mittlere Einkommen.
Welche private Pensionsvorsorge ist die richtige?
Es gibt keine universal beste Lösung. Faktoren sind Alter, Risikoneigung, Vertragslaufzeit und steuerliche Situation. Klassische Lebensversicherung, fondsgebundene Polizze, ETF-Sparplan und betriebliche Lösungen haben alle unterschiedliche Vor- und Nachteile. Die Auswahl erfolgt nach individueller Bedarfsanalyse.
Warum bin ich als Selbstständiger besonders betroffen?
SVS-Beiträge bemessen sich am steuerlichen Gewinn. Wer aus betrieblichen Gründen geringere Gewinne ausweist, baut entsprechend weniger Pension auf. Zusätzlich fehlen meist Sonderzahlungen und die Höchstbeitragsgrundlage wird selten erreicht. Eine eigene Vorsorgekonstruktion ist hier nicht optional, sondern Pflicht.

Lücke individuell durchrechnen lassen

Der Rechner auf dieser Seite arbeitet mit Faustformeln und Standard-Annahmen. Ihre persönliche Situation hat Details, die ein Algorithmus nicht kennt: Karenzzeiten, Sonderverträge, ausländische Versicherungszeiten, betriebliche Vorsorge, Familienkonstellation. In einem kostenfreien Erstgespräch sehen wir uns Ihren Pensionskontoauszug an und rechnen die Pensionslücke individuell durch — mit konkreten Vorschlägen, welche Vorsorgekonstruktion für Sie sinnvoll ist und welche nicht. Ohne Verkaufsdruck, ohne Verpflichtung.

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