Invaliditätspension berechnen — was zahlt der Staat, wenn ich nicht mehr arbeiten kann?

Wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können, zahlt die staatliche Sozialversicherung eine Pension — bei Arbeitern heißt sie Invaliditätspension, bei Angestellten Berufsunfähigkeitspension, bei Selbstständigen Erwerbsunfähigkeitspension. Drei Namen, eine Leistung. In den meisten Fällen liegt sie unter dem Aktiv-Einkommen. Berechnen Sie hier in zwei Minuten, was bleibt — und was offen ist.

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Aktiv-Brutto/Monat
Voraussichtliche Berufsunfähigkeitspension
Monatliche Lücke
Bis Regelpension
2. Lücke privat schließen
Default 100 % = volle Lohnfortzahlung. Bei Familien mit zweitem Einkommen oft 70–80 % ausreichend.
Default: berechnete Lücke. Slider verschieben, um Über-/Unter-Versicherungs-Szenarien durchzuspielen.
Default: Regelpension 65 — überschreibbar bei Korridor-/Schwerarbeitspension oder anderen Szenarien. Versicherungslaufzeit ergibt sich daraus: .
Wunsch-Brutto/Monat
Absicherungs-Lücke Wunsch − staatlich
Geschlossener Anteil
Restlücke/Monat

Diese Lücke lässt sich schließen — mit einer privaten BU-Versicherung, die zu Ihrem Beruf passt.

Beruf, Alter, Gesundheitszustand und die richtigen Klauseln (insbesondere Verzicht auf abstrakte Verweisung) bestimmen den Beitrag. Im kostenfreien Erstgespräch rechnen wir's individuell durch und holen Vergleichsangebote.

Hinweis: Die Berechnungen auf dieser Seite sind unverbindliche Schätzungen auf Basis vereinfachter Formeln (APG-Faustformel mit Höchstbeitragsgrundlage 2026 ASVG / SVS, Tätigkeitsschutz-Logik für Geburtsjahrgänge ab 1964). Für rechtsverbindliche Auskünfte über Ihre voraussichtliche Invaliditäts-, Berufsunfähigkeits- oder Erwerbsunfähigkeitspension nutzen Sie das Pensionskonto bei der Pensionsversicherungsanstalt, den AK-Pensionsrechner oder den SVS-Pensionskontorechner. Beitrags-Schätzungen für private Berufsunfähigkeitsversicherungen erfolgen ausschließlich in der individuellen Beratung — Beruf, Alter, Gesundheitszustand und gewählter Tarif bestimmen den realen Beitrag. Diese Seite ist keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Versicherungsberatung. Stand: Mai 2026.

Invaliditätspension, Berufsunfähigkeitspension, Erwerbsunfähigkeitspension — was ist der Unterschied?

In Österreich heißt die staatliche Pension für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können, je nach Berufsgruppe unterschiedlich. Die Voraussetzungen, die Berechnung und die Höhe sind im Wesentlichen gleich — der Begriff hängt nur davon ab, wie Sie versichert sind. Für alle drei gilt seit der Pensionsreform 2014 für Geburtsjahrgänge ab 1964 der Tätigkeitsschutz statt des früheren Berufsschutzes.

Arbeiter
Invaliditätspension
PV (ASVG)
Angestellte
Berufsunfähigkeitspension
PV (ASVG)
Selbstständige
Erwerbsunfähigkeitspension
SVS (GSVG)

Warum die staatliche Pension oft niedriger ist, als man denkt

Bis 2014 galt für Angestellte und qualifizierte Arbeiter der Berufsschutz — wer wegen Krankheit oder Unfall den eigenen Beruf nicht mehr ausüben konnte, bekam eine Pension. Heute, für Geburtsjahrgänge ab 1964, gilt nur noch der Tätigkeitsschutz: die Pensionsversicherung darf prüfen, ob der Versicherte in einen anderen, zumutbaren Beruf verweisen kann. Diese Verweisung ist der Grund, warum staatliche Leistung in vielen Fällen erst sehr spät oder gar nicht zu Recht kommt.

  1. Berufsschutz (alt, vor 2014)

    Für Versicherte mit qualifizierter Tätigkeit galt: Wer den eigenen Beruf nicht mehr kann, bekommt Pension. Maler kann nicht mehr Maler sein → Berufsunfähigkeitspension.

  2. Tätigkeitsschutz (neu, ab 2014 für Jahrgänge ab 1964)

    Verweisung auf jeden zumutbaren Beruf möglich. Maler kann nicht mehr Maler sein, könnte aber Pförtner sein → keine Pension. Erst wenn auch Pförtner nicht mehr geht, gibt es Pension.

  3. Erwerbsunfähigkeit (für Selbstständige)

    Strengster Maßstab: Pension nur bei genereller Erwerbsunfähigkeit unter 50 % auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

  4. Konsequenz für die private Vorsorge

    Die staatliche Pension ist nicht das, was viele aus dem alten System erinnern. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung mit Verzicht auf abstrakte Verweisung deckt das Lücken-Risiko gezielter ab.

Wer Anspruch auf Invaliditäts-, Berufsunfähigkeits- oder Erwerbsunfähigkeitspension hat

Für alle drei Pensionsformen gelten ähnliche Grundvoraussetzungen:

  • Wartezeit (Versicherungsjahre)

    Mindestens 60 Versicherungsmonate (5 Jahre) innerhalb der letzten 120 Monate vor Antrag (sog. Rahmenzeitraum). Ab dem 50. Lebensjahr verlängert sich der Rahmenzeitraum für jeden Lebensmonat um zwei Monate, die Wartezeit selbst um einen Monat.

  • Geminderte Arbeitsfähigkeit

    Mindestens 50 % der Erwerbsfähigkeit eines körperlich und geistig gesunden Versicherten verloren — gemessen am sog. Restleistungskalkül. Die Beurteilung erfolgt durch ärztliche Sachverständige der PV/SVS.

  • Tätigkeitsschutz-Prüfung

    Ab Geburtsjahrgang 1964 wird zusätzlich geprüft, ob ein anderer zumutbarer Beruf am allgemeinen Arbeitsmarkt ausgeübt werden kann.

  • Antragstellung

    Beim zuständigen Versicherungsträger (PV für Arbeiter/Angestellte, SVS für Selbstständige). Reha-Maßnahmen werden in der Regel vorrangig geprüft — Pension nur, wenn Reha keinen Erfolg verspricht.

Wen die Lücke besonders trifft

Selbstständige (SVS)

Strengster Erwerbsunfähigkeits-Maßstab: Pension erst bei unter 50 % allgemeiner Arbeitsmarkt-Fähigkeit. Wer als Unternehmer noch ein Minimum an Aufgabe übernehmen kann (Verwaltung, Kontrolle), gilt oft als „erwerbsfähig" — auch wenn das operative Geschäft nicht mehr geht.

Junge Erwerbstätige (unter 35)

Wenig Versicherungsjahre = kleine Bemessungsgrundlage = niedrige staatliche Pension trotz Zurechnungsmonate. Hier ist die private Absicherung am günstigsten und am wichtigsten.

Hochverdiener

Einkommensanteile über der Höchstbeitragsgrundlage (2026: 6.930 €/Mo ASVG, 8.085 €/Mo SVS) zählen nicht für die Pension — die Lücke skaliert mit dem Einkommen.

Frauen mit Kind-Karenz

Karenz und Teilzeit drücken die Bemessungsgrundlage. Bei Eintritt mit 45–55 Jahren entfaltet das volle Wirkung — die Lücke ist deutlich größer als bei vergleichbarem männlichen Werdegang.

Wie sich die Lücke schließen lässt

Die private Berufsunfähigkeitsversicherung ist das spezifische Werkzeug für diese Lücke — aber nicht das einzige. Hier die wichtigsten Bausteine, oft in Kombination eingesetzt:

  1. Private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU)

    Zahlt eine vereinbarte Monatsrente, wenn man den eigenen Beruf zu mindestens 50 % nicht mehr ausüben kann — ohne abstrakte Verweisung (entscheidende Klausel; nicht alle Tarife haben sie). Beitrag stark berufs-, alters- und gesundheitsabhängig. Auszahlung in der Regel bis Pensionsantritt.

  2. Risikolebensversicherung mit BU-Zusatz

    Kombination aus Hinterbliebenen-Schutz und BU-Rente — günstiger als zwei einzelne Verträge, aber Auszahlungs-Bedingungen und Verzicht auf Verweisung müssen passen.

  3. Erwerbsunfähigkeitsversicherung (private EU)

    Schwächere Variante als BU — zahlt erst bei genereller Erwerbsunfähigkeit (analog zur staatlichen Definition). Günstiger im Beitrag, aber erheblich enger im Leistungsfall. Für gesundheitlich vorbelastete Personen, die keine BU bekommen, oft die einzige Option.

  4. Krankentagegeld + Pflegeversicherung (Ergänzung)

    Decken nicht die BU-Lücke, sondern angrenzende Risiken (Lohnausfall in den ersten Krankenmonaten, Pflegekosten). Bei einer ganzheitlichen Vorsorge gehören sie dazu.

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Häufige Fragen

Wie wird die Invaliditätspension berechnet?
Auf Basis Ihres Pensionskontos: 1,78 % der Lebensdurchschnitts-Bemessungsgrundlage pro Versicherungsjahr. Bei Eintritt vor Alter 60 werden Zurechnungsmonate fiktiv hinzugerechnet. Bei Eintritt vor dem Regelpensionsalter (65) gibt es einen Abschlag von 4,2 % pro Jahr, maximal 13,8 %.
Wie hoch ist die Berufsunfähigkeitspension in Österreich?
Sehr individuell, abhängig von Bemessungsgrundlage und Versicherungsjahren. Realistisch liegt sie zwischen 800 und 2.000 €/Monat brutto bei mittleren Einkommen. Den genauen Wert zeigt das Pensionskonto bei PV.at — der Rechner oben gibt eine Faustformel-Schätzung.
Wie viel Erwerbsunfähigkeitspension bekommen Selbstständige?
SVS-versicherte Selbstständige unterliegen dem strengsten Maßstab: Pension erst bei genereller Erwerbsunfähigkeit (unter 50 % am allgemeinen Arbeitsmarkt). Die Höhe folgt der gleichen Formel wie ASVG, mit teilweise höherer Höchstbeitragsgrundlage (8.085 €/Mo 2026). Ohne private BU-Vorsorge sind Selbstständige am stärksten exponiert.
Was ist der Unterschied zwischen Berufsschutz und Tätigkeitsschutz?
Berufsschutz (alt, vor 2014) schützte vor Verweisung in andere Berufe — wer den Beruf nicht mehr konnte, bekam Pension. Tätigkeitsschutz (neu, für Jahrgänge ab 1964) erlaubt der Pensionsversicherung, in jeden zumutbaren anderen Beruf zu verweisen. Pension nur, wenn auch dort keine 50 % mehr möglich sind.
Wann habe ich Anspruch auf Invaliditätspension?
Mindestens 5 Versicherungsjahre innerhalb der letzten 10 Jahre vor Antrag, mindestens 50 % gesundheitliche Erwerbsminderung, und für Jahrgänge ab 1964: keine zumutbare Verweisung mehr möglich. Reha-Maßnahmen werden vorrangig geprüft. Antrag beim Versicherungsträger (PV für Arbeiter/Angestellte, SVS für Selbstständige).
Wie lange dauert die Invaliditätspension?
Befristet auf maximal 24 Monate, in der Regel mit Verlängerung. Erst wenn klar absehbar ist, dass keine Erwerbsfähigkeit mehr eintritt, wird unbefristet zuerkannt. Oft wird parallel die Reha-Geld-Schiene oder das Umschulungs-Programm geprüft.
Wie viel Berufsunfähigkeitspension bei 2.000 € netto?
Sehr grobe Schätzung: rund 1.100 bis 1.400 €/Mo netto, abhängig von Versicherungsjahren und Eintrittsalter. Die Lücke zum Aktiv-Netto liegt damit bei 600 bis 900 €/Mo — typisch für mittlere Einkommen, oft existenzgefährdend bei Familien.
Brauche ich eine private Berufsunfähigkeitsversicherung?
Faustregel: Wenn Sie auf Ihr Erwerbseinkommen angewiesen sind und keine ausreichenden Rücklagen oder Vermögenswerte haben, ist das Berufsunfähigkeits-Risiko das größte unversicherte Existenzrisiko. Die staatliche Pension reicht selten zum Lebensstandard-Erhalt. Eine private BU schließt die Lücke — der genaue Bedarf hängt von Familiensituation, Verbindlichkeiten und Lebensplanung ab.
Was kostet eine private Berufsunfähigkeitsversicherung in Österreich?
Sehr individuell: Beruf, Alter und Gesundheit sind die drei Hebel. Eine Bürokraft mit 30 zahlt für 2.000 €/Mo BU-Rente etwa 50–80 €/Monat, ein Bauarbeiter mit 45 leicht das Drei- bis Vierfache. Vergleichsangebote sinnvoll vor dem Abschluss; auch Verzicht auf abstrakte Verweisung muss in den Bedingungen stehen.
Was ist der Unterschied zwischen privater BU und Erwerbsunfähigkeitsversicherung?
Die private BU zahlt bereits, wenn Sie Ihren konkret ausgeübten Beruf zu mindestens 50 % nicht mehr ausüben können. Die private Erwerbsunfähigkeitsversicherung zahlt erst bei genereller Erwerbsunfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt — das ist enger gefasst, dafür im Beitrag günstiger. Für gesundheitlich vorbelastete Personen, die keine BU bekommen, oft die einzige Option.

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Der Rechner auf dieser Seite arbeitet mit Faustformeln. Eine reale Beitrags-Berechnung für eine private Berufsunfähigkeitsversicherung hängt von Ihrem konkreten Beruf, Ihrem Alter, Ihrem Gesundheitszustand und Ihrer gewünschten Versicherungsdauer ab — Faktoren, die ein Algorithmus nicht kennt. In einem kostenfreien Erstgespräch sehen wir uns Ihre staatliche Absicherung an, rechnen die Lücke individuell durch und holen Vergleichsangebote von mehreren Versicherern ein. Mit klarer Empfehlung, welche Klauseln (insbesondere Verzicht auf abstrakte Verweisung) zwingend sein müssen. Ohne Verkaufsdruck, ohne Verpflichtung.

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